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Nachtrag zum Essay über die Zeit

 
 Nachtrag zum Essay über die Zeit 
In meinem ersten Essay hatte ich über einen anderen Geschwindigkeits-Begriff geschrieben:
„wahre Länge“ kombiniert mit eigener Zeit. Diese Idee ist einigermaßen originell. Jedenfalls
ist sie „auf meinem Mist gewachsen“.
Abgesehen vom irren Energieverbrauch gibt es noch einen zweiten Grund, warum wir 
Menschen niemals das Weltall mit einem Raumschiff erkunden werden:
Kosmische
Höhenstrahlung.
Diese Strahlung wird durch die Magnetfelder von Erde und Sonne in einer Weise abgelenkt,
dass nur noch Bruchteile auf der Erde ankommen. Dennoch ist diese Strahlung noch in
kilometertiefen Bergwerkstollen nachweisbar, und richtet immer noch einigen Schaden an, an
unseren Genen, und in den Speichern der Computer. Die wenigsten Leute wissen, dass man
 bei den Speicherchips komplexe Fehlerkorrektur-Mechanismen einbauen muss, um diese
Störungen zu kompensieren.
Ausserhalb des Magnetfeldes der Erde, im alleinigen Schutz der Sonne ist diese Strahlung
immerhin so stark, dass etwa auf dem Weg zum Mars das Krebsrisiko enorm hoch ist.
Ausserhalb des Sonnensystems ist die Strahlung billionenfach höher und tötet in Sekunden
 jedes Leben. Ein Strahlenschutz würde entweder einen gewaltigen Magnetgenerator 
erfordern, der vielleicht bestenfalls Millionen von Tonnen wöge oder einen mindestens
gleichschweren Bleischutz-Schild. Dies würde das Gewicht des Raumschiffes so erhöhen,
dass noch viel mehr Energie zum Beschleunigen erforderlich wäre – illusorisch.
Dann gibt es womöglich auch eine obere Grenze für die Geschwindigkeit, denn wenn ein
Körper genügend Energie angesam
elt hat, dann führt das auch zu einem Massezuwachs,
und irgendwann erscheint dann womöglich dieser Körper nach außen als ein schwarzes Loch.
Es gibt auch Anzeichen dafür, dass bei hohen Geschwindigkeiten das Vakuum irgendwann
wie eine Wand wirkt.
Zum Thema Verkürzung des Raumes in der Bewegungs-Richtung, bei einem Raumschiff, das
mit der Geschwindigkeit v an der Erde vorbeifliegt. Dafür gibt es eine ganz einfache
Erklärung. Die Verlangsamung der Zeit lässt sich leicht beweisen, dazu schreibe ich
demnächst das
Essay: Über Zeitdilatation
. Und wenn man akzeptiert, dass die Zeit in dem
Raumschiff mit einem Faktor ß=

(1-v
2
/c
2
) multipliziert werden muss, dann ist ganz klar, dass
 bei der Messung eines Abstandes auf der Erde der gemessene Weg auch mit dem Faktor ß
verkürzt ist, weil nur so der Quotient Weg durch Zeit die gleiche Geschwindigkeit v ergibt,
die wir auf der Erde für das vorbeifliegende Raumschiff messen. Und das muss aus
Symmetriegründen so sein: Weil im Grunde der Passagier im Raumschiff, das antriebslos an
uns vorbeifliegt mit gleichem Recht sagen kann, er ruht und wir fliegen vorbei.
Wie kann der Mann im Raumschiff aber überhaupt eine zurückgelegte Strecke messen?
Erst einmal: Wir wollen das Raumschiff nicht über ein Labor am Erdboden fliegen lassen,
sondern entlang einer Raumstation im luftleeren Weltraum, weil durch die Reibung an der 
Atmosphäre das Raumschiff sofort verglühen würde, da hülfen auch keine Hitzekacheln
mehr, denn die Geschwindigkeiten über die wir reden sind mindestens tausend mal höher als
 beim aktuellen Space-Shuttle.